Kellerschimmel muss nicht sein!

aktuell, 08.05.2026

Wer im Frühjahr oder Sommer bei warmen Temperaturen das Kellerfenster weit öffnet, meint es meist gut – doch genau das Gegenteil wird erreicht. Statt frischer Luft zieht man sich Feuchtigkeit ins Haus, die zum idealen Nährboden für Schimmel wird.

Im Winter ist der Keller oft der trockenste Ort im Haus, doch sobald es draußen warm und schwül wird, schlägt das Wetter im Untergeschoss um.

Die Ursache liegt im sogenannten Taupunkt-Effekt: Der Boden und die Wände im Keller sind durch das umliegende Erdreich noch lange kalt (oft nur 10 bis 15 °C).

Trifft nun die warme, feuchte Außenluft auf diese kalten Oberflächen, kann sie die Feuchtigkeit nicht mehr halten. Die Luft kühlt ab, und der überschüssige Wasserdampf kondensiert – es bilden sich feinste Wassertropfen an den Wänden, ähnlich wie an einer kalten Cola-Dose im Sommer.

Schimmel-Alarm ab 70 % Feuchtigkeit

Bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % fühlen sich Schimmelpilze pudelwohl. Da die Kellerluft durch die Abkühlung am Boden oft eine Feuchtigkeit von 90 % oder mehr erreicht, ist Schimmelbildung vorprogrammiert, wenn nicht richtig gelüftet wird.

Die goldene Regel: Lüftet Eure Keller im Sommer nur dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen – also am besten in den frühen Morgenstunden oder in kühlen Nachtphasen.

Grafik KI-generiert

 

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